Wir verstehen die Sorge um die Kastanien am Spreebord sehr gut. Gerade in einer dicht bebauten Stadt wie Berlin haben Bäume einen hohen Wert – für das Stadtbild, das Klima und die Lebensqualität vor Ort. Deshalb bedauern auch wir den Verlust von Bäumen sehr. Eingriffe in den Baumbestand begrenzen wir immer auf das notwendige Maß und gehen sehr behutsam vor.
Gleichzeitig stehen wir vor einer schwierigen Aufgabe: Die Wärmeversorgung Berlins muss bis 2045 schrittweise klimaneutral werden. Die Dekarbonisierung unserer Fernwärme und so auch der Umbau des Heizkraftwerks Charlottenburg im laufenden Betrieb sind wichtige Bausteine auf diesem Weg.
Diese Seite soll transparent erklären, was geplant ist, warum Eingriffe notwendig sind – und welche Maßnahmen wir ergreifen, um die Auswirkungen zu begrenzen.
Uns ist bewusst, dass die aktuelle Situation viele Menschen bewegt. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, die weitere Entwicklung konstruktiv zu begleiten.
In den vergangenen Tagen sind von verschiedenen Stellen Alternativen erneut in die öffentliche Diskussion eingebracht worden. Diese Vorschläge prüfen wir – trotz der uns vorliegenden Genehmigung – erneut. Dabei werden wir untersuchen, ob und inwieweit die vorgeschlagenen Alternativen die technischen, rechtlichen und operativen Anforderungen erfüllen können. Gleichzeitig bleibt der zeitliche Druck bestehen – auch mit Blick auf wichtige Förderinstrumente wie die KWKG-Förderung.
Uns ist wichtig, mögliche alternative Lösungen auf einer vollständigen fachlichen Grundlage zu bewerten. Als Vorhabenträgerin tragen wir die Verantwortung für die Planung und Umsetzung des Projekts. Zugleich wissen wir, tragfähige Lösungen entstehen in der aktuellen Situation nur gemeinsam.
Dazu sind wir im Austausch mit den zuständigen Stellen auf Bezirks- und Landesebene – damit aus möglichen Spielräumen belastbare, genehmigungsfähige und im laufenden Bauablauf gemeinsam umsetzbare Lösungen werden.
Unser Ziel bleibt unverändert: Die Berliner Wärmewende zuverlässig voranzubringen – verantwortungsvoll, nachvollziehbar und im Dialog.
Am Standort des Heizkraftwerks Charlottenburg wird derzeit ein grundlegender Umbau vorbereitet. Ziel ist es, unsere Fernwärmeerzeugung weiter zu dekarbonisieren und den Kohleausstieg bis 2030 zu ermöglichen.
Der Standort Charlottenburg wird im Rahmen der Wärmewende zu einem Energiepark mit einem diversen Mix moderner Technologien weiterentwickelt. Geplant sind unter anderem eine neue Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK), die perspektivisch mit Wasserstoff genutzt werden kann („H2-ready“), sowie eine leistungsstarke Power-to-Heat-Anlage, die Strom aus erneuerbaren Energien in Wärme umwandelt.
Diese Maßnahmen sind technisch komplex – und müssen während des laufenden Betriebs umgesetzt werden. Für die Durchführung der Bauarbeiten wird eine zusätzliche Fläche benötigt. Auf dem historischen Kraftwerksgelände selbst reicht der Platz dafür nicht aus.
Für die Durchführung der geplanten Bauarbeiten am Standort wird eine zusätzliche Fläche benötigt, die über mehrere Jahre als Baustelleneinrichtungsfläche dient. Aufgrund der engen Platzverhältnisse auf dem historischen Kraftwerksgelände ist dafür eine zusätzliche Fläche erforderlich.
Die BEW hat sich die Entscheidung für den Standort der Baustelleneinrichtungsfläche nicht leicht gemacht. Der jetzigen Planung gingen umfangreiche Prüfungen unterschiedlicher Alternativen voraus. Dabei wurden zahlreiche Standorte und Lösungen – darunter Flächen auf dem Kraftwerksgelände, im unmittelbaren Umfeld sowie umliegende Büro- und Freiflächen sowie Flächen auf der Spree – hinsichtlich ihrer technischen, genehmigungsrechtlichen, arbeitsschutzrechtlichen, logistischen und wirtschaftlichen Machbarkeit intensiv geprüft und bewertet. Unter den damaligen Rahmenbedingungen haben sich diese Varianten nicht als umsetzbar erwiesen.
Nach sorgfältiger Abwägung aller realistischen Möglichkeiten gemeinsam mit den zuständigen Behörden blieb die Nutzung der nun vorgesehenen Fläche als einzige realistische Lösung.
Auf dieser Grundlage und der bestandskräftigen Genehmigung hatten wir mit den Fällarbeiten begonnen.
Sollten sich Rahmenbedingungen verändern oder neue Aspekte in die Bewertung einfließen, sind wir selbstverständlich bereit, diese sorgfältig zu prüfen.
Die Maßnahme wurde intern und extern fachlich umfangreich geprüft, im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens bewertet und durch das LAGetSi Ende Februar genehmigt.
Wir haben bereits im Vorfeld zahlreiche Alternativen intensiv und umfassend geprüft, auf dieser Grundlage unsere Planung entwickelt und die Genehmigung zur Inanspruchnahme der Grünanlage erhalten. Wenn sich Rahmenbedingungen verändern oder neue Aspekte in die Bewertung einfließen, ist es für uns selbstverständlich, diese erneut sorgfältig zu prüfen. Das gehört zu einer verantwortungsvollen Projektsteuerung.
Nein. Die derzeit diskutierten Varianten wurden im Rahmen der Projektplanung umfassend geprüft und bewertet. Sie haben sich unter den damaligen Rahmenbedingungen als nicht umsetzbar erwiesen. Wenn sich Rahmenbedingungen ändern, beispielsweise wenn Baugenehmigungen für die Umnutzung eines Bürogebäudes nunmehr in Aussicht gestellt werden, betrachten wir diese selbstverständlich erneut.
Die Varianten wurden anhand technischer, genehmigungsrechtlicher, arbeitsschutzrechtlicher, logistischer und wirtschaftlicher Anforderungen geprüft und bewertet. Maßgeblich waren unter anderem die sichere Durchführung der Baustelle sowie die Anforderungen an Sozial- und Aufenthaltsräume für die Beschäftigten. Kurz: Der Arbeitsstättenrichtlinie entsprechende Wege und Bauabläufe sowie die notwendige Verfügbarkeit der Flächen über die gesamte Bauzeit.
Als BEW haben wir uns die bisherigen Entscheidungen nicht leicht gemacht und stehen weiterhin zu unserer Rechtsauffassung. Gleichzeitig haben wir ein großes Interesse daran, gemeinsam mit allen Beteiligten tragfähige Lösungen zu entwickeln, die sowohl die Anforderungen des Projekts als auch die berechtigten Interessen des Umfelds berücksichtigen.
Unser Ziel bleibt, den Umbau des Heizkraftwerks Charlottenburg als wichtigen Baustein der Berliner Wärmewende erfolgreich umzusetzen. Wenn sich neue Rahmenbedingungen ergeben oder tragfähige Lösungen identifiziert werden, werden wir diese konstruktiv und sorgfältig prüfen. Mit Blick auf den Kohleausstieg 2030 stehen wir jedoch unter erheblichem Zeitdruck. Daher benötigen wir Lösungen, für deren Genehmigung kurzfristig eine Perspektive besteht.
Als Vorhabenträger des Projekts liegt bei uns die Verantwortung für Planung, Genehmigungen, Bauablauf, Arbeitsschutz sowie Termin- und Kostensicherheit. Deshalb müssen mögliche Alternativen gemeinsam mit uns fachlich bewertet werden, damit ihre tatsächliche Umsetzbarkeit umfassend geprüft werden kann.
Wir respektieren ausdrücklich das Engagement der Menschen, die sich für den Erhalt der Bäume einsetzen. Dass Anwohnerinnen und Anwohner sich für ihr Umfeld stark machen, ist nachvollziehbar und wichtig. Gleichzeitig stehen wir vor der historisch einmaligen Aufgabe, unsere Fernwärmeerzeugung schrittweise zu dekarbonisieren. In diesem Spannungsfeld sind manchmal schwierige Entscheidungen nötig, die verschiedene Interessen gegeneinander abwägen.
Deshalb begrüßen wir es grundsätzlich, wenn nach tragfähigen Lösungen gesucht wird. Als Vorhabenträger verfügen wir über die detaillierten Prüfungen der bislang bewerteten Varianten und bringen diese Expertise gerne in den weiteren Prozess ein. Uns ist wichtig, dass mögliche Lösungen auf einer vollständigen fachlichen Grundlage bewertet werden. Hinzu kommt, dass wir genehmigungsfähige Entscheidungen benötigen.
Nach umfassender Prüfung aller realistischen Alternativen und auf Grundlage der vorliegenden, bestandskräftigen Genehmigung ist vorgesehen, insgesamt zehn Rosskastanien an der Straße „Am Spreebord“ zu fällen.
Auf Grundlage der bestandskräftigen Genehmigung wurde bereits mit den Fällarbeiten begonnen.
Grundsätzlich dürfen Baumfällungen nur erfolgen, wenn sichergestellt ist, dass keine Nester oder geschützten Lebensstätten betroffen sind. Vor Beginn der Arbeiten werden die Bäume daher fachkundig auf Brutgeschehen untersucht. Während der Fällarbeiten ist eine sachverständige Begleitung vorgesehen, um artenschutzrechtliche Vorgaben vollständig einzuhalten.
Nach einer umfassenden Alternativenprüfung und auf Grundlage der bestandskräftigen und vollziehbaren Genehmigung haben wir mit den Fällarbeiten begonnen.
Für das Vorhaben wurde das gesetzlich vorgeschriebene Genehmigungs- und Beteiligungsverfahren durchgeführt. Im Rahmen der öffentlichen Auslegung bestand für alle Beteiligten die Möglichkeit, Einwendungen vorzubringen. Während der zweiwöchigen Beteiligungsfrist wurden seitens des Bezirks keine Einwände erhoben. Ein vorgesehener Erörterungstermin wurde deshalb mangels eingegangener Stellungnahmen abgesagt. Die Genehmigung wurde auf Grundlage des abgeschlossenen Verfahrens erteilt.
Die Fläche wird als Baustelleneinrichtung benötigt. Der jetzigen Planung ging eine umfassende Alternativenprüfung voraus. Dabei wurden zahlreiche Standorte und Lösungen – darunter Flächen auf dem Kraftwerksgelände, im unmittelbaren Umfeld – intensiv geprüft und bewertet.
Auch alternative Ansätze – etwa die Nutzung eines Pontons auf der Spree – wurden geprüft. Diese Option ist laut Stellungnahme des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts nicht umsetzbar.
Nach sorgfältiger Abwägung aller realistischen Möglichkeiten gemeinsam mit den zuständigen Behörden besteht daher keine praktikable Alternative zur Nutzung der vorgesehenen Fläche.
Wir haben bereits im Vorfeld zahlreiche Alternativen intensiv und umfassend geprüft und auf dieser Grundlage unsere Planung entwickelt und die Genehmigung zur Inanspruchnahme der Grünanlage erhalten. Wenn sich Rahmenbedingungen verändern oder neue Aspekte in die Bewertung einfließen, ist es für uns selbstverständlich, diese erneut sorgfältig zu prüfen. Das gehört zu einer verantwortungsvollen Projektsteuerung.
Nein. Die derzeit diskutierten Varianten wurden im Rahmen der Projektplanung umfassend geprüft und bewertet. Sie haben sich unter den damaligen Rahmenbedingungen als nicht umsetzbar erwiesen. Wenn sich Rahmenbedingungen ändern, beispielsweise wenn Baugenehmigungen für die Umnutzung eines Bürogebäudes nunmehr in Aussicht gestellt werden, betrachten wir diese selbstverständlich erneut.
Die Varianten wurden anhand technischer, genehmigungsrechtlicher, arbeitsschutzrechtlicher, logistischer und wirtschaftlicher Anforderungen geprüft und bewertet. Maßgeblich waren unter anderem die sichere Durchführung der Baustelle, die Anforderungen an Sozial- und Aufenthaltsräume für die Beschäftigten, kurze, der Arbeitsstättenrichtlinie entsprechende Wege, Bauabläufe sowie die notwendige Verfügbarkeit der Flächen über die gesamte Bauzeit.
Die betroffene Fläche wird temporär als Baustelleneinrichtungsfläche benötigt. Dort werden unter anderem Personalcontainer aufgestellt.
Von diesen Containern geht keine zusätzliche Lärmbelastung aus, da sie ausschließlich als Aufenthalts- und Büroräume für das Baustellenpersonal genutzt werden.
Die Fläche wird über mehrere Jahre benötigt, da der Umbau des Kraftwerks sehr komplex ist.
Die Maßnahme wurde durch das LAGetSi im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens Ende Februar genehmigt.
Uns ist bewusst: Junge Bäume können gewachsene Stadtbäume nicht sofort ersetzen. Nichtsdestotrotz setzen wir selbstverständlich für die notwendigen Fällungen entsprechende Ausgleichsmaßnahmen um. Dazu gehört die Ersatzpflanzung von 19 Großbäumen. Über die Wiederherstellung der Fläche hinaus ist vorgesehen, zusätzliche Bäume zu pflanzen – entweder auf dem Kraftwerksgelände oder auf geeigneten öffentlichen Grünflächen. Die konkrete Abstimmung erfolgt mit dem zuständigen Grünflächenamt. Außerdem werden wir eine finanzielle Ausgleichsmaßnahme in Höhe von rund 170.000 Euro leisten, die dem Bezirksamt Charlottenburg zugutekommt.
Die Fällarbeiten selbst werden nur kurze Zeit in Anspruch nehmen. Entsprechend ist lediglich mit einer vorübergehenden und zeitlich begrenzten Lärmbelastung zu rechnen.
Bei weiteren Fragen können Anwohner:innen sich jederzeit gerne per Mail an zukunft.hkw.charlottenburg@bew.berlin wenden.
Für Journalist:innen lautet der Kontakt: presse@bew.berlin