Bayer setzt künftig auf Fernwärme der BEW Berliner Energie und Wärme

Aktuelles  •  12.05.2026

 

Ab 2030 wird die BEW den Bayer-Standort in Berlin-Wedding langfristig mit Fernwärme versorgen. Mit einer vereinbarten Anschlussleistung von 20 Megawatt handelt es sich um den größten einzelnen Neuanschluss im Fernwärmesystem der BEW seit mehr als 25 Jahren.

Der Bayer-Standort Berlin-Wedding umfasst ein 190.000 Quadratmeter große Areal zwischen Nordhafen und Müllerstraße. Mit dem Anschluss an unser Fernwärmenetz setzt Bayer künftig auf eine langfristige und zuverlässige Fernwärmeversorgung. Die vereinbarte thermische Leistung von 20 Megawatt entspricht rechnerisch der Heizlast von rund 5.700 durchschnittlichen Wohnungen (Grundlage: 70 m², 50 W/m²) oder etwa 125 Mehrfamilienhäusern (bei rund 160 kW Heizleistung je Gebäude).
 

Fernwärme für einen zentralen Berliner Industriestandort

Bayer zählt mit knapp 5.000 Mitarbeitenden zu den größten privaten Arbeitgebern der Hauptstadt. Der Standort im Wedding ist Sitz der globalen Unternehmenszentrale der Division Pharmaceuticals der Bayer AG: Hier werden u. a. pharmazeutische Produkte hergestellt, abgefüllt und verpackt. Zudem sind Funktionen wie Forschung und Entwicklung, insbesondere in den Bereichen Onkologie und Radiologie, sowie globale Steuerungs- und Vermarktungsaufgaben der Division Pharmaceuticals am Standort angesiedelt.

Mit dem künftigen Fernwärmeanschluss stärkt Bayer nicht nur die langfristige Versorgungssicherheit seines Standorts. Je weiter die BEW mit der Dekarbonisierung* ihrer Fernwärmeerzeugung voranschreitet, je geringer werden die CO2-Emissionen der Wärmeversorgung. Gleichzeitig unterstreicht die Entscheidung die Bedeutung der Fernwärme als verlässliche und skalierbare Lösung für große Gewerbe- und Industriestandorte.
 

Fernwärme als Hebel einer klimaneutralen* Wärmeversorgung – auch in der Industrie

Der Fernwärmeanschluss des Bayer-Standorts trägt dazu bei, die mit der Wärmeversorgung verbundenen CO2-Emissionen schrittweise zu senken. Denn: Mit dem fortschreitenden Umbau der Wärmeerzeugung und der zunehmenden Dekarbonisierung** des Fernwärmesystems der BEW werden die damit verbundenen CO2-Emissionen künftig weiter reduziert.

Das Projekt zeigt, wie auch große gewerbliche und industrielle Wärmeverbraucher von einer zentralen und leistungsfähigen Wärmeinfrastruktur profitieren können. Aus Sicht von Bayer standen dabei insbesondere die Versorgungssicherheit und Planbarkeit für einen anspruchsvollen Standortbetrieb, die Skalierbarkeit der Wärmeleistung und langfristige Perspektive sowie die Möglichkeit zur Dekarbonisierung** der Wärmeversorgung über das Fernwärmesystem anhand eines klaren Transformationspfads im Vordergrund.
 

* Damit meinen wir eine Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien, aus unvermeidbarer Abwärme oder einer Kombination aus beidem im Sinne des § 31 i. v. m. § 3 Abs. 1 Nr. 13, 15 und Abs. 4 Wärmeplanungsgesetz (WPG). Dieses Ziel wollen wir durch eine Reihe von Maßnahmen erreichen, welche wir in unserem Dekarbonisierungsfahrplan darstellen.
** Dieses Ziel wollen wir durch eine Reihe von Maßnahmen erreichen, welche wir in unserem Dekarbonisierungsfahrplan darstellen. Zielstellung ist eine Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien, aus unvermeidbarer Abwärme oder einer Kombination aus beidem im Sinne des § 31 i. v. m. § 3 Abs. 1 Nr. 13, 15 und Abs. 4 Wärmeplanungsgesetz (WPG).
 

Ausbau der Fernwärmeinfrastruktur im Berliner Norden

Mit dem Projekt und der dafür errichteten Fernwärmeinfrastruktur vom Nordufer bis zur Fennstraße stärkt die BEW die Versorgungsinfrastruktur in der Innenstadt und schafft zusätzliche Kapazitäten für weitere Kund:innen. Für den Anschluss des Bayer-Standorts finden in den kommenden Monaten Leitungsarbeiten in der Tegeler Straße statt.