BEW-Aufsichtsrat genehmigt mehr als eine Milliarde Euro für die Transformation des Standorts Klingenberg

Pressemitteilung  •  23.06.2026

 

Aufsichtsrat gibt Investitionsrahmen für Klingenberg frei ● Standort in Berlin-Lichtenberg wird auch im Jubiläumsjahr 2026 im laufenden Betrieb weiterentwickelt ● Vertrag von Technikgeschäftsführerin Dr.-Ing. Kerstin Busch um fünf Jahre verlängert

 

Der Aufsichtsrat der BEW Berliner Energie und Wärme GmbH hat einen Investitionsrahmen von mehr als einer Milliarde Euro für den Standort Klingenberg in Berlin-Lichtenberg genehmigt. Damit kann die BEW eines ihrer zentralen Transformationsprojekte auf dem Weg zur klimaneutralen* Wärmeerzeugung ab 2045 weiter konkretisieren. Klingenberg ist einer der größten Erzeugungsstandorte im Berliner Fernwärmesystem und übernimmt eine wichtige Rolle für die Versorgung im Osten der Stadt.
 

Klingenberg wird zum Zukunftsstandort der Berliner Wärmewende

Der Standort Klingenberg wird 2026 100 Jahre alt. Seit seiner Inbetriebnahme steht er für moderne Energieversorgung in Berlin. Mit dem Investitionsrahmen kann die BEW das Areal in der Köpenicker Chaussee im laufenden Betrieb zum Energiepark weiterentwickeln – mit einem diversen Anlagenkonzept, das Versorgungssicherheit, Effizienz und den steigenden Anteil CO2-freier** Wärme sowie Wirtschaftlichkeit zusammenbringt.

Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Aufsichtsratsvorsitzende der BEW: „Mit seiner Entscheidung für ein Investitionsprogramm für den Kraftwerksstandort Klingenberg in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro hat der Aufsichtsrat eine weitere entscheidende Weichenstellung für die Wärmewende getroffen. Der 100 Jahre alte Traditionsstandort wird mit massiven Investitionen in die Transformation zukunftsfest und klimaneutral aufgestellt. Land und Landesunternehmen sichern damit gemeinsam die nachhaltige und bezahlbare Wärmeversorgung für die Berlinerinnen und Berliner.“

Christian Feuerherd, Vorsitzender der Geschäftsführung der BEW: „Für uns ist die Entscheidung des Aufsichtsrats ein starkes Signal und eine große Verantwortung. Klingenberg ist einer unserer zentralen Standorte – für die Versorgung im Osten Berlins ebenso wie für die Transformation unseres Erzeugungsparks. Jetzt können wir die nächsten Planungsschritte mit der notwendigen Verbindlichkeit angehen und den Umbau im laufenden Betrieb weiter konkretisieren.“

Das Anlagenkonzept für Klingenberg kombiniert eine neue Kraft-Wärme-Kopplungsanlage auf Basis von Ersatzbrennstoffen mit Power-to-Heat, wasserstofffähigen Gas-Heißwassererzeugern und perspektivisch der Nutzung von Abwärme aus einem Rechenzentrum mittels Großwärmepumpen. Damit setzt die BEW auf einen breiten Technologiemix, der flexibel auf die weitere Entwicklung des Energiesystems reagieren kann und damit die Fernwärmeversorgung im Osten Berlins langfristig absichert.
 

Vertrag von Technikgeschäftsführerin Kerstin Busch verlängert

Parallel zum Investitionsbeschluss hat der Aufsichtsrat den Vertrag von Dr.-Ing. Kerstin Busch, Geschäftsführerin Technik der BEW, um fünf Jahre verlängert. Busch verantwortet seit 2024 den technischen Betrieb, die Wärmeerzeugung sowie die zentralen Transformationsprojekte an den großen Kraftwerksstandorten. Mit dieser Personalentscheidung setzt der Aufsichtsrat in einer wichtigen Phase der Wärmewende auf Kontinuität in der technischen Führung.

Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Aufsichtsratsvorsitzende der BEW: „Für eine Aufgabe dieser Größenordnung braucht es neben klaren Investitionsentscheidungen vor allem personelle Kontinuität und ausgewiesene Expertise. Mit der Vertragsverlängerung von Kerstin Busch setzen wir genau darauf: Sie kennt die technischen Herausforderungen der Berliner Wärmewende und steht für Verlässlichkeit bei der Umsetzung der zentralen Transformationsprojekte der BEW.“

Christian Feuerherd, Vorsitzender der Geschäftsführung der BEW: „Besonders freue ich mich darüber, dass Kerstin Busch diesen Weg als Geschäftsführerin Technik weiter mitgestalten wird. Ihre Erfahrung und technische Expertise sind für die Umsetzung unserer Transformationsprojekte von großer Bedeutung.“

Der Umbau des Standorts Klingenberg ist Teil des aktualisierten Dekarbonisierungsfahrplans der BEW, den das Landesunternehmen im Mai präsentiert hat. Der Fahrplan sieht den Kohleausstieg bis 2030 und eine klimaneutrale Fernwärmeversorgung 2045 vor.

 

* Im Sinne des § 31 Wärmeplanungsgesetz.

** Gemäß Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetz.