BEW und Europäische Investitionsbank unterzeichnen Förderkreditrahmen über 500 Millionen Euro für Umbau der Berliner Fernwärmeversorgung und Netzausbau 

Gemeinsame Pressemitteilung der BEW und der Europäischen Investitionsbank  •  Berlin  •  28.10.2026

 

EIB unterstützt zentrale Projekte im Energiepark Reuter und den Ausbau der BEW-Netzinfrastruktur ● Wichtiger Baustein für die Umsetzung des Dekarbonisierungsfahrplans der BEW ● BEW sichert weitere langfristige Finanzierung nach KfW-Kreditrunde

 

Die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH bekommt europäischen Rückenwind: Mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) wurde ein Förderkreditrahmenvertrag in Höhe von 500 Millionen Euro vereinbart. Gleichzeitig wurde der Abruf einer ersten Kredittranche in Höhe von 250 Millionen Euro unterzeichnet. Die Finanzierung mit einer Laufzeit von bis zu 25 Jahren unterstützt zentrale Investitionsprojekte der BEW auf dem Weg zur klimaneutralen* Fernwärmeversorgung Berlins.

 

Die EIB-Mittel fördern Projekte wie insbesondere die Transformation der Wärmeerzeugung am Spandauer BEW-Standort Reuter West. Weitere Mittel gehen in Ausbau und Ertüchtigung der Berliner Fernwärmeinfrastruktur.

 

Axel Pinkert, Franziska Giffey und Christine Garburg bei der Unterzeichnung des Förderkreditrahmenvertrags in Berlin (Foto: BEW / Charlotte Meszar)

v.l.n.r: Axel Pinkert, Franziska Giffey und Christine Garburg bei der Unterzeichnung des Förderkreditrahmenvertrags in Berlin
(Foto: BEW / Charlotte Meszar)

 

„Mit der Unterzeichnung des Förderkreditvertrags schaffen wir eine weitere langfristige Grundlage für zentrale Infrastrukturprojekte der BEW. Dass die Europäische Investitionsbank diese Finanzierung ermöglicht, zeigt zugleich, dass unsere Projekte auch auf europäischer Ebene als förderwürdig und für die Transformation der Wärmeversorgung relevant bewertet werden. Es geht um nichts weniger als darum, Kohle zu ersetzen, erneuerbare Quellen und unvermeidbare Abwärme einzubinden und unser Fernwärmenetz weiterzuentwickeln“, sagt Axel Pinkert, Geschäftsführer Finanzen der BEW.

 

Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Aufsichtsratsvorsitzende der BEW: „Vor gut zwei Jahren haben wir die Wärme wieder nach Hause geholt und die Berliner Fernwärmeversorgung mit der BEW zurück in die Familie der Landesunternehmen geführt. Heute stellen wir eine weitere wichtige Weiche für die Wärmeversorgung der Zukunft: klimaneutral, verlässlich und für die Berlinerinnen und Berliner bezahlbar. Dafür braucht es starke Investitionen in eine leistungsfähige und resiliente Infrastruktur mit modernen Anlagen und Leitungsnetzen. Das Großdarlehen der Europäischen Investitionsbank wird genau diese Investitionen möglich machen und gibt damit zusätzlichen Rückenwind für ein klimaneutrales und lebenswertes Berlin und einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort.“

 

Nicola Beer, Vizepräsidentin der EIB: „Der Umbau der Wärmeinfrastruktur gehört zu den zentralen Investitionen Europas auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung. Mit dem Förderkredit unterstützt die Europäische Investitionsbank langfristige Infrastrukturprojekte in Berlin, die Versorgungssysteme modernisieren und die Integration neuer Wärmequellen ermöglichen.“

 

Die Vereinbarung wurde in der Vertretung der EIB-Gruppe in Berlin getroffen. Für die EIB unterzeichnete Christine Garburg, Leiterin der Vertretung der Europäischen Investitionsbank in Deutschland.

 

In Spandau investiert die BEW unter anderem in eine der größten Wärmepumpenanlagen Deutschlands, um künftig die Energie des gereinigten Abwassers der Berliner Wasserbetriebe zu nutzen. Auch entsteht am Standort eine neue Turbinenanlage für Dampf aus der BSR-Abfallverwertungsanlage, zudem die notwendige Elektrik und Hydraulik. Im Netzbereich umfasst die Finanzierung den Ausbau und die Ertüchtigung wichtiger Verbindungsleitungen sowie einer Vielzahl kleinerer Wachstums- und Verdichtungsprojekte im Fernwärmenetz.

 

Die Finanzierung durch die EIB ergänzt die jüngst abgeschlossene langfristige Kreditrunde im KfW-Förderrahmen. Dabei hatte sich die BEW bereits Kredite von einer Milliarde Euro mit Laufzeiten von 20 Jahren zur Finanzierung zentraler Transformationsprojekte gesichert. Zusammen mit der EIB-Zusage wird die Finanzierungsbasis für die Umsetzung des Dekarbonisierungsfahrplans der BEW weiter gestärkt.

 

Die BEW investiert bis 2030 rund 3,5 Milliarden Euro in die Transformation ihrer Fernwärme. Ziel ist der vollständige Ausstieg aus der Kohlenutzung bis 2030 und eine klimaneutrale Wärmeerzeugung bis 2045.

 

 

*Dieses Ziel wollen wir durch eine Reihe von Maßnahmen erreichen, welche wir in dem auf unserer Website abrufbaren Dekarbonisierungsfahrplan darstellen. Mit „klimaneutral“ meinen wir eine Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien, aus unvermeidbarer Abwärme oder einer Kombination aus beidem im Sinne des § 31 i. v. m. § 3 Abs. 1 Nr. 13, 15 und Abs. 4 Wärmeplanungsgesetz (WPG).