Nach kältestem Winter seit Jahren: Heizperiode beendet

Pressemitteilung  •  21.04.2026

Berliner:innen heizen deutlich mehr. 8,8 Prozent mehr Fernwärme eingespeist als in der Vorsaison. Spitzenwerte von bis zu 3,1 Gigawatt Wärmelast. Anlagenrevisionen und Brennstoffbeschaffung für die kommende Heizsaison laufen.

 

Im Winter 2025/26 war die Fernwärme der BEW Berliner Energie und Wärme gefragt wie seit acht Jahren nicht mehr. Anhaltende Kälte sorgte insbesondere im Januar und Februar dafür, dass die Berliner:innen deutlich mehr heizten als in einem durchschnittlichen Winter. Den Spitzenwert markierte der 8. Januar 2026 mit einer maximalen Wärmelast von 3,1 Gigawatt. Im März war es hingegen milder als sonst. Nach drei aufeinanderfolgenden Tagen, an denen in Berlin um 21 Uhr mehr als 12 °C gemessen wurden, ist die winterliche Heizperiode für die BEW seit dem Wochenende offiziell beendet.  

Im Vergleich zur Vorsaison stieg die von Oktober bis März ins Netz gespeiste Wärmemenge um 8,8 Prozent, mehr Nachfrage gab es zuletzt im Winter 2017/18. Die Anlagen der BEW liefen sehr zuverlässig: Als es im Januar und Februar 2026 darauf ankam, waren die Kraftwerke und Erzeugungsanlagen zu über 94 Prozent verfügbar. Besonders herausfordernd war angesichts lange zugefrorener Wasserwege die Brennstofflogistik. Für mehrere Wochen musste beispielsweise die Kohleanlieferung an den Standorten Reuter und Moabit vollständig über die Schiene erfolgen. 

Fernwärmeversorgung ganzjährig gesichert 

Damit fernwärmeversorgte Wohnungen auch bei einem möglichen Rückgang der Temperaturen in den kommenden Wochen warm bleiben, stellt die BEW zunächst weiter Heizwärme zur Verfügung. Die Warmwasserversorgung der Fernwärmekund:innen ist ohnehin ganzjährig sichergestellt. Zudem wird in den effizienten KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung) der BEW kontinuierlich Strom erzeugt. 

Mit einer installierten Wärmeleistung von über 5,5 Gigawatt, umfangreichen Reservekapazitäten und einem robusten Netz beheizt die BEW rund 700.000 Wohnungen sowie weitere 8.000 Gebäude in Berlin klimaschonend und zuverlässig. Das ist auch dann gewährleistet, wenn einzelne größere Anlagen vorübergehend ausfallen. 

Den nächsten Winter bereits im Blick 

Mit dem Ende der aktuellen Heizperiode beginnt für die BEW nahtlos die Vorbereitung auf den kommenden Winter 2026/2027. In den nächsten Monaten finden umfangreiche Revisionen statt, darunter neun Großprojekte an den wichtigen Erzeugungsstandorten – unter anderem in Reuter, Charlottenburg, Mitte, Klingenberg und Moabit. Die Anlagen werden intensiv überprüft, dafür teilweise zerlegt, und bei Bedarf Instand gesetzt. 

Auch die notwendigen Brennstoffe sichert sich die BEW vorausschauend. Große Teile der im Jahr 2027 benötigten Lieferungen sind bereits einkauft. Das trägt zur Versorgungssicherheit bei und bedeutet mehr Preisstabilität für die Verbraucher:innen.