Finanzielles Fundament gelegt: BEW sichert langfristig eine Milliarde Euro für die Berliner Wärmewende

Pressemitteilung  •  26.06.2026

 

BEW sichert langfristige Milliardenfinanzierung im KfW-Förderrahmen ● Konsortium aus neun Banken stellt Finanzierung bereit ● Kreditlaufzeiten von 20 Jahren setzen neuen Maßstab

 

Die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH hat die Finanzierung zentraler Transformationsprojekte weitgehend gesichert. Ein Konsortium aus neun Banken stellt dafür Kredite von einer Milliarde Euro bereit.

 

Die Finanzierung verbindet langfristige Förderkonditionen der KfW mit der Kreditbereitstellung durch ein Bankenkonsortium. Volumen, Struktur und Laufzeiten von 20 Jahren setzen hierbei im deutschen Kreditmarkt für Energieinfrastrukturunternehmen neue Maßstäbe. Auch für ein Fernwärmeunternehmen in Deutschland ist eine Konsortialfinanzierung in dieser Form bislang einmalig. Unter Führung der IKB Deutsche Industrie Bank und der KfW IPEX-Bank stellen nationale und internationale Großbanken, Förder-, Landes- und Genossenschaftsbanken die Darlehen zur Verfügung.

 

„Diese Finanzierung ist ein starkes Signal für die Wärmewende in Berlin. Sie zeigt, was möglich wird, wenn Unternehmen, Eigentümer, Politik und Finanzwirtschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die gestärkte Eigenkapitalbasis, der KfW-Förderrahmen und das Vertrauen der beteiligten Banken schaffen die Grundlage, um unsere zentralen Transformationsprojekte konsequent umzusetzen“, sagt Axel Pinkert, Geschäftsführer Finanzen der BEW.

 

Die aktuelle Finanzierungsrunde baut auf der 2025 abgeschlossenen Brückenfinanzierung der BEW auf und überführt diese in eine langfristig stabile Struktur.

 

Möglich wurde dies durch die Einstufung der Transformationsprojekte der BEW in den Programmen der KfW als besonders förderwürdig. Je nach KfW-Programm konnten die vorgesehenen Höchstgrenzen um ein Vielfaches überschritten und Investitionen nach Abzug von Zuschüssen somit vollständig finanziert werden. Begleitet wurde die Transaktion von der erfahrenen Finanzierungsberatung HKCF und der Anwaltskanzlei Noerr.

 

Zentrale Projekte finanziell abgesichert

Die Finanzierung ist unmittelbar mit konkreten Investitionen verbunden: Insgesamt sind Projekte mit einem Volumen von rund 1,6 Milliarden Euro priorisiert und im KfW-Förderrahmen hinterlegt.

 

Mit den bereitgestellten Mitteln sind unter anderem folgende Vorhaben abgesichert:

 

  • Energiepark Klingenberg: Investitionen in Hydraulik und Elektrik
  • Energiepark Reuter: Finanzierung der Altholz- und Biomasse-KWK-Anlage und Heißwassererzeuger
  • Heizkraftwerk Charlottenburg: Finanzierung einer hochmodernen Gas-KWK-Anlage und eines Heißwassererzeugers sowie Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Weiterentwicklung der Erzeugungsstruktur
  • Heizkraftwerk Mitte: Investitionen in die Entwicklung neuer Wärmeerzeugungssysteme und verstärkter Einsatz elektrischer Lösungen

 

Diese Projekte sind zentrale Bausteine des jüngst aktualisierten Dekarbonisierungsfahrplans der BEW und tragen maßgeblich dazu bei, die Wärmeversorgung Berlins schrittweise klimaneutral* auszurichten.

 

Stabile Gesamtfinanzierung für die kommenden Jahre

Zusammen mit Eigenkapitalbeiträgen des Gesellschafters Land Berlin ergibt sich damit eine verlässliche Finanzierung für die kommenden Jahre. Das bestehende sehr gute Moody’s-Rating der BEW unterstreicht die solide finanzielle Aufstellung des Unternehmens und stärkt das Vertrauen der Finanzierungspartner.

 

Ein Großteil der Investitionen ist damit finanziell hinterlegt. Die BEW schafft so die Voraussetzung, die Transformation der Berliner Fernwärmeversorgung weiter voranzutreiben. Insgesamt investiert das Unternehmen bis 2030 rund 3,5 Milliarden Euro.

 

* Im Sinne des § 31 Wärmeplanungsgesetz.