Alles zur Heizperiode in der Fernwärme

Warme Tage, kalte Nächte: Was nach perfektem Herbstwetter klingt, heißt für uns bei der BEW, dass die wichtigste Zeit des Jahres beginnt: die Heizperiode. 

 

Was ist die Heizperiode? 

Für die BEW als Fernwärmeversorgerin Berlins ist die Heizperiode der Zeitraum, in dem wir durchgehend Heizwärme bereitstellen. Sie beginnt in der Regel Ende September oder Anfang Oktober und endet im Frühjahr. 

Für Beginn und Ende gibt es kein festes Datum. Ausschlaggebend ist die sogenannte Heizgrenztemperatur. 

 

Was ist die Heizgrenztemperatur? 

Die Heizgrenztemperatur gibt an, ab welcher Außentemperatur ein Gebäude normalerweise beheizt werden muss. In Fernwärmeverträgen wird sie meist auf 12 °C festgelegt, seltener auf 15 °C. Sie dient als objektiver Maßstab für Beginn und Ende der Heizperiode. 

 

Wann beginnt die Heizperiode? 

Die Heizperiode beginnt bei der BEW, wenn im Herbst an drei aufeinanderfolgenden Tagen um 21 Uhr eine Außentemperatur von 12 °C oder weniger gemessen wird. 

Grundlage sind die Messwerte der Wetterstation Berlin-Dahlem des Deutschen Wetterdienstes. 

 

Wann endet die Heizperiode? 

Die Heizperiode für die Fernwärme endet, wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen um 21 Uhr mehr als 12 °C gemessen werden und damit die Voraussetzungen für einen dauerhaften Heizbedarf nicht mehr gegeben sind.  

 

Wie ist der aktuelle Stand? 

Die Heizperiode 2026/2027 hat noch nicht begonnen.
(Stand: 06.10.2026). 

Dauer der letzten Heizperiode: 02.10.2025-18.04.2026  

 

Warum gibt es keine festen Daten für Beginn und Ende der Heizperiode? 

Das Wetter in Berlin verläuft von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Ein festes Datum könnte dazu führen, dass die Wärmeversorgung früher als nötig oder zu spät hochgefahren wird. Die Orientierung an der Außentemperatur sorgt dafür, dass Wärme dann bereitgestellt wird, wenn sie tatsächlich benötigt wird. 

 

Warum gilt 12 °C als Schwellenwert? 

Die Heizgrenztemperatur von 12 °C schafft einen Ausgleich zwischen Versorgungssicherheit und einem wirtschaftlichen Betrieb des Fernwärmesystems. 

Würde die Heizperiode bereits bei höheren Temperaturen beginnen, müssten Erzeugungsanlagen früher in Betrieb gehen und länger laufen. Das würde den Brennstoffverbrauch und die Kosten erhöhen. 

Auch technisch ist ein klar definierter Schwellenwert sinnvoll: Fernwärmeanlagen benötigen eine gewisse Vorlaufzeit, um stabil und zuverlässig zu arbeiten. Häufiges Starten und Stoppen belastet die Anlagen und erhöht den Aufwand. 

 

Warum bleibt meine Heizung trotz kühler Tage manchmal kalt? 

Ein einzelner kalter Tag bedeutet nicht automatisch den Beginn der Heizperiode. Die festgelegte Heizgrenztemperatur von 12 °C um 21 Uhr muss an drei aufeinanderfolgenden Tagen erreicht oder unterschritten werden. 

Zudem kann die Temperatur in einzelnen Gebäuden von den Messwerten an der Wetterstation Berlin-Dahlem abweichen. Während die Nächte bereits kühl sind, können tagsüber noch höhere Temperaturen auftreten. In solchen Übergangsphasen kann es deshalb vorkommen, dass noch keine durchgehende Wärmeversorgung erforderlich ist. 

 

Falls Ihre Heizung dauerhaft nicht richtig funktioniert, wenden Sie sich bitte an Ihre Hausverwaltung. 

 

Liegt eine Störung in unserem Fernwärmenetz vor, informieren wir über unsere Störungsseite.