Klimapakt 2025–2030 stärkt die Wärmewende in Berlin

Aktuelles  •  27.01.2026

 

Der Klimapakt 2025–2030 des Landes Berlin unterstreicht die zentrale Bedeutung der Fernwärme für die Erreichung der Klimaziele der Hauptstadt. Gleichzeitig schafft er wichtige finanzielle Rahmenbedingungen für die weitere Dekarbonisierung der Fernwärme.

Als BEW Berliner Energie und Wärme begrüßen wir den Klimapakt 2025–2030 des Landes Berlin als wichtigen Schritt für die Umsetzung der Wärmewende. Der Klimapakt benennt die Dekarbonisierung der Fernwärme als entscheidenden Schlüssel für die Klimaneutralität Berlins* – und bestätigt damit die zentrale Rolle der BEW als größte Fernwärmeanbieterin Berlins – im Energiesystem der Hauptstadt.

Die Aufgabe ist anspruchsvoll: Die Fernwärme einschließlich der gekoppelten Stromerzeugung verursacht rund 35 Prozent der CO2-Emissionen aus dem Primärenergieverbrauch Berlins. Gleichzeitig bietet sie damit den größten Hebel für eine wirksame CO2-Reduzierung im Energiesystem der Stadt.

Das zeigt auch der Blick auf die bisherige Bilanz: Als BEW haben wir unsere mit der Fernwärmeerzeugung verbundenen CO2-Emissionen bereits deutlich reduziert. Während sie 1990 noch bei 13,1 Millionen Tonnen pro Jahr lagen, beliefen sie sich 2022 auf rund 4,6 Millionen Tonnen. Bis 2030 planen wir, die jährlichen CO2-Emissionen um weitere rund 2,3 Millionen Tonnen zu senken. Grundlage dafür sind insbesondere der Ausstieg aus der Steinkohle, der Ausbau erneuerbarer Wärmequellen, die Nutzung unvermeidbarer Abwärme sowie Power-to-Heat-Anlagen. Die konkreten Ziele und Maßnahmen stellen wir in unserem Dekarbonisierungsfahrplan dar.
 

Milliardeninvestitionen für den Umbau der Fernwärme

Die Transformation unseres Fernwärmesystems erfordert in den kommenden Jahren umfangreiche Investitionen. Allein bis 2030 sind für den Kohleausstieg** Investitionen von rund 3,5 Milliarden Euro vorgesehen.

Der Klimapakt macht deutlich, dass Investitionen in dieser Größenordnung nur mit einer entsprechenden Stärkung der Eigenkapitalbasis realisierbar sind. Deshalb sieht er für die BEW eine Eigenkapitalzuführung des Landes Berlin in Höhe von 550 Millionen Euro bis 2030 vor. Dabei handelt es sich nicht um Fördermittel, sondern um eine gesellschafterseitige Eigenkapitalerhöhung. Diese stärkt die finanzielle Basis der BEW und schafft die Voraussetzungen für die langfristige Finanzierung der erforderlichen Transformationsprojekte.
 

* Quelle: Senat und Landesunternehmen unterzeichnen Klimapakt 2025-2030 - Berlin.de
** Dieses Ziel wollen wir durch eine Reihe von Maßnahmen erreichen, welche wir in unserem Dekarbonisierungsfahrplan darstellen.