Wir verstehen die Sorge um die Kastanien am Spreebord sehr gut. Gerade in einer dicht bebauten Stadt wie Berlin haben Bäume einen hohen Wert – für das Stadtbild, das Klima und die Lebensqualität vor Ort. Deshalb bedauern auch wir den Verlust von Bäumen sehr. Eingriffe in den Baumbestand begrenzen wir immer auf das notwendige Maß und gehen sehr behutsam vor.
Gleichzeitig stehen wir vor einer schwierigen Aufgabe: Die Wärmeversorgung Berlins muss bis 2045 schrittweise klimaneutral werden. Die Dekarbonisierung unserer Fernwärme und so auch der Umbau des Heizkraftwerks Charlottenburg im laufenden Betrieb sind wichtige Bausteine auf diesem Weg.
Diese Seite soll transparent erklären, was geplant ist, warum Eingriffe notwendig sind – und welche Maßnahmen wir ergreifen, um die Auswirkungen zu begrenzen.
Am Standort des Heizkraftwerks Charlottenburg wird derzeit ein grundlegender Umbau vorbereitet. Ziel ist es, unsere Fernwärmeerzeugung weiter zu dekarbonisieren und den Kohleausstieg bis 2030 zu ermöglichen.
Der Standort Charlottenburg wird im Rahmen der Wärmewende zu einem Energiepark mit einem diversen Mix moderner Technologien weiterentwickelt. Geplant sind unter anderem eine neue Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK), die perspektivisch mit Wasserstoff genutzt werden kann („H2-ready“), sowie eine leistungsstarke Power-to-Heat-Anlage, die Strom aus erneuerbaren Energien in Wärme umwandelt.
Diese Maßnahmen sind technisch komplex – und müssen während des laufenden Betriebs umgesetzt werden. Für die Durchführung der Bauarbeiten wird eine zusätzliche Fläche benötigt. Auf dem historischen Kraftwerksgelände selbst reicht der Platz dafür nicht aus.
Für die Durchführung der geplanten Bauarbeiten am Standort wird eine zusätzliche Fläche benötigt, die über mehrere Jahre als Baustelleneinrichtungsfläche dient. Aufgrund der engen Platzverhältnisse auf dem historischen Kraftwerksgelände ist dafür eine zusätzliche Fläche erforderlich.
Aus diesem Grund haben wir im Vorfeld eine Vielzahl an Alternativen umfassend untersucht und geprüft. Sämtliche denkbare Flächen rund um das Kraftwerksgelände sind jedoch bereits belegt oder aus logistischen Gründen nicht nutzbar. Auch alternative Ansätze – etwa die Nutzung eines Pontons auf der Spree – wurden geprüft. Diese Option ist laut Stellungnahme des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts nicht umsetzbar.
Nach sorgfältiger Abwägung aller realistischen Möglichkeiten gemeinsam mit den zuständigen Behörden blieb die Nutzung der nun vorgesehenen Fläche als einzige realistische Lösung.
Die Maßnahme wurde intern und extern fachlich umfangreich geprüft, im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens bewertet und durch das LAGetSi Ende Februar genehmigt.
Uns ist bewusst: Junge Bäume können gewachsene Stadtbäume nicht sofort ersetzen. Nichtsdestotrotz setzen wir selbstverständlich für die notwendigen Fällungen entsprechende Ausgleichsmaßnahmen um.
Dazu gehört die Ersatzpflanzung von voraussichtlich 19 Bäumen. Über die Wiederherstellung der Fläche hinaus ist vorgesehen, zusätzliche Bäume zu pflanzen – entweder auf dem Kraftwerksgelände oder auf geeigneten öffentlichen Grünflächen. Die konkrete Abstimmung erfolgt mit dem zuständigen Grünflächenamt. Darüber hinaus kommen dem Bezirksamt Charlottenburg rund 170.000 Euro als Ausgleichzahlung zugute.
Wir respektieren ausdrücklich das Engagement der Menschen, die sich für den Erhalt der Bäume einsetzen. Dass Anwohnerinnen und Anwohner sich für ihr Umfeld stark machen, ist nachvollziehbar und wichtig.
Gleichzeitig stehen wir vor der historisch einmaligen Aufgabe, unsere Fernwärmeerzeugung schrittweise zu dekarbonisieren. In diesem Spannungsfeld sind manchmal schwierige Entscheidungen nötig, die verschiedene Interessen gegeneinander abwägen.
Es müssen insgesamt zehn Rosskastanien an der Straße „Am Spreebord“ gefällt werden.
Die Fällung soll nach aktuellem Stand zeitnah stattfinden. Grundsätzlich dürfen Baumfällungen nur erfolgen, wenn sichergestellt ist, dass keine Nester oder geschützten Lebensstätten betroffen sind. Vor Beginn der Arbeiten werden die Bäume daher fachkundig auf Brutgeschehen untersucht. Während der Fällarbeiten ist eine sachverständige Begleitung vorgesehen, um artenschutzrechtliche Vorgaben vollständig einzuhalten.
Die Fläche wird als Baustelleneinrichtung benötigt. Im Vorfeld wurden verschiedene Alternativen umfassend geprüft. Sämtliche denkbare Flächen rund um das Kraftwerksgelände sind jedoch bereits belegt oder aus logistischen Gründen nicht nutzbar.
Auch alternative Ansätze – etwa die Nutzung eines Pontons auf der Spree – wurden geprüft. Diese Option ist laut Stellungnahme des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts nicht umsetzbar.
Nach sorgfältiger Abwägung aller realistischen Möglichkeiten gemeinsam mit den zuständigen Behörden besteht daher keine praktikable Alternative zur Nutzung der vorgesehenen Fläche.
Die betroffene Fläche wird temporär als Baustelleneinrichtungsfläche benötigt. Dort werden unter anderem Personalcontainer aufgestellt.
Von diesen Containern geht keine zusätzliche Lärmbelastung aus, da sie ausschließlich als Aufenthalts- und Büroräume für das Baustellenpersonal genutzt werden.
Die Fläche wird über mehrere Jahre benötigt, da der Umbau des Kraftwerks sehr komplex ist.
Die Maßnahme wurde durch das LAGetSi im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens Ende Februar genehmigt.
Ja. Wir werden zur Wiederherstellung der Fläche 19 neue Bäume neu pflanzen. Darüber hinaus sind zusätzliche Pflanzungen geplant – entweder auf dem Kraftwerksgelände selbst oder auf geeigneten öffentlichen Grünflächen. Die konkrete Abstimmung erfolgt mit dem zuständigen Grünflächenamt. Außerdem werden wir eine finanzielle Ausgleichsmaßnahme in Höhe von rund 170.000 Euro leisten, die dem Bezirksamt Charlottenburg zugute kommt.
Die Fällarbeiten selbst werden nur kurze Zeit in Anspruch nehmen. Entsprechend ist lediglich mit einer vorübergehenden und zeitlich begrenzten Lärmbelastung zu rechnen.
Bei weiteren Fragen können Anwohner:innen sich jederzeit gerne per Mail an zukunft.hkw.charlottenburg@bew.berlin wenden.
Für Journalist:innen lautet der Kontakt: presse@bew.berlin